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Ost-Jerusalem, November 2010. Auf einem Hügel gelegen, mit Blick auf die israelische Sperranlage und den Kalandia Checkpoint, befindet sich das einzige Trainingshotel Jerusalems, eine Art „Geisterhotel“ ohne Namen und ohne Gäste. Hier üben junge Auszubildende in der leeren Lobby, wie man Tische eindeckt und die Gerichte der Kollegen aus der Küche serviert. Immer im Wissen, dass kein Gast kommen wird, weder heute noch morgen.

Nur einen Tag hatte das Flughafenhotel Atarot geöffnet, bevor der 6 Tage Krieg 1967 Ostjerusalem unter israelische Kontrolle brachte. Erst 1999 konnte das Hotel mit deutscher Hilfe als Ausbildungsstätte wieder eröffnet werden. Doch die Mauer zwischen Jerusalem und der West-Bank erschwert die Ausbildung, da die Jugendlichen und Lehrer einen kilometerweiten Umweg zum Checkpoint Kalandia fahren und mehrere Stunden auf den Durchgang warten müssen. Eine Geschichte mit Annette Streicher für DW-World.